Pop 2000 – 05 – Keine Macht für Niemand – 1970 bis 1976 – (1999) – by ARTBLOOD

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Keine Macht für Niemand (1970 – 1976)

Die Puhdys feiern West-Erfolge, Nina Hagen kommt ins Fernsehen, sogar die verbotenen Butlers kehren als Renft-Combo vorübergehend zurück: Machtwechsel in Ost und West – Willy Brandt wird politischer Hoffnungsträger für die Jugend, im Osten übernimmt Erich Honecker das Ruder und fördert plötzlich die Unterhaltungskunst für die Jugend des Volkes. Der DDR-Rock emanzipiert sich vorläufig.

Im Westen emanzipieren sich die Frauen, und das ziemlich radikal. Der Traum von der großen Revolution scheint abgelöst von vielen kleinen Nachbeben. Im Trend der Zeit leben und arbeiten Guru Guru, Amon Düül II oder Kraan gemeinsam in Landkommunen. Selbst die durchgeknallten Krautrocker sind etabliert. Sphärische Reisen und halbstündige Improvisationen von Grobschnitt, Tangerine Dream oder Can verkaufen sich gut.

Kraftwerk gelten bald als Helden der Avantgarde: Mit Synthesizern in die Roboterwelt – Zukunftsvisionen made in Germany. Erfolg auch für deutschsingende Rocker. Udo Lindenberg nölt schnodderige Texte, Ton Steine Scherben singen Volkslieder zur Revolution. Man lebt gerne in WGs, schafft sich sein eigenes kleines Dorf durch Stadtteilkultur und selbstverwaltete Zentren. In den Urlaub wird getrampt. Interrail und Sektentrips nach Poona stehen hoch im Kurs. Eine bewegte Zeit, viele Wege führen nach… tja, wohin eigentlich?







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